Modellflugzeuge über 25 kg

Bewilligung eines Flugmodells über 25 kg:

1. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass nach unseren Rechtsvorschriften kein Zulassungsverfahren
für Modellflugzeuge existiert, auch nicht bei solchen über 25 kg. Dies
bedeutet, dass eine behördliche Abnahme der Konstruktion und des Baues eines
Modelles, wie dies beispielsweise bei Experimentalflugzeugen der Fall ist, nicht erfolgen
kann.

2. Geregelt ist allerdings die Bewilligungspflicht von Modellflügen in § 129 LFG. Dabei
zu unterscheiden, ob es sich um die Bewilligung eines Fluges innerhalb einer Sicherheitszone
(die durch Verordnung meist um Flughäfen festgelegt werden) handelt,
was eher selten ist und wofür verschiedene Behörden zuständig sind, oder aber
um einen Modellflug außerhalb von Sicherheitszonen, für die eine Bewilligungspflicht
nur besteht, wenn das Gewicht des Flugmodells 25 kg übersteigt. Für eine solche
Bewilligung ist der jeweilige Landeshauptmann zuständig.

3. Durch die Zuständigkeit des Landeshauptmannes haben sich bei der Bewilligung
solcher Modellflüge teilweise differierende Vorgangsweisen entwickelt. In manchen
Bundesländern wird für einen Piloten ein Modell bewilligt, wobei dann dieses Modell
im gesamten Bundesland betrieben werden darf, in anderen Bundesländern wird der
Modellflug nur auf einem bestimmten Modellflugplatz bewilligt. Wie das derzeit konkret
in Niederösterreich gehandhabt wird, kann ich nicht sagen, hier wäre eine Anfrage
beim Landeshauptmann für Niederösterreich, Abteilung Verkehr, zweckmäßig.

4. Wenn eine solche Bewilligung angestrebt wird, ist es notwendig, einen Antrag gemäß
§ 129 LFG an den Landeshauptmann zu stellen, wo dann ein Verwaltungsverfahren
abzuwickeln ist, in dem eine gewisse Überprüfung des geplanten Modellfluges,
allenfalls auch des Modelles durchgeführt wird und an dessen Ende dann die
Erlassung eines Bescheides, mit dem die Bewilligung erteilt wird, steht. Sollte ein
negativer Bescheid ergehen, hat man die Möglichkeit der Berufung.

Dr. Kurt Lichtl